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Was können Eltern tun.......
       
      





Was können Eltern tun, wenn ihr Kind stark gefährdet ist?

Bei Jugendlichen sollte man mit dem Suchtbegriff vorsichtig umgehen, da zwar die körperliche Abhängigkeit eintreten kann, die psychische Abhängigkeit aufgrund des kürzeren Lebensalters jedoch noch nicht verfestigt sein muss.

Die Ausstiegschancen stehen immer im Vordergrund. Wie kann der beschriebene Teufelskreis durchbrochen werden? Dafür gibt es kein Patentrezept, denn letztlich muss die Beantwortung dieser Frage an der Motivation ansetzen.

Der Jugendliche muss diesen Zustand verändern wollen, sei es auf Druck von außen, zum Beispiel durch die Justiz, oder auch aufgrund von neuen Lebensumständen und Zielen.

Dazu müssen vier Voraussetzungen gegeben sein, die am Beispiel des Zigaretten-Rauchens erläutert werden:

Der oder die Abhängige muss sich eingestehen, abhängig zu sein, und alle Ausreden als solche erkennen - zum Beispiel sich eingestehen, dass man das Rauchen nicht kontrollieren kann;

er oder sie muss konkrete und realisierbare Schritte erkennen können, die geeignet sind, aus der Abhängigkeit herauszuführen - zum Beispiel in Erfahrung bringen, wo welche Entzugsprogramme angeboten werden und welche am besten geeignet scheinen;

er oder sie muss sich diesen Willen zur Veränderung zutrauen - zum Beispiel indem man mit einem Freund eine Wette abschließt, dass man es schafft, oder sich andere Unterstützung holt;

er oder sie muss sich konkrete und kurzfristige Ziele setzen, wozu dieser Kraftaufwand gut sein soll - zum Beispiel um Geld für einen lang gehegten Wunsch zu sparen, oder um nicht mehr von unangenehmen Gerüchen umgeben zu sein usw.

Aus diesem Programm ergeben sich auch Hinweise zur Unterstützung, die Eltern geben können:

Überprüfen Sie selbstkritisch Ihren eigenen Umgang mit Suchtmitteln und schließen Sie sich gegebenenfalls diesem Programm zusammen mit Ihrem Kind an!

Überprüfen Sie Ihre Einstellungen und Gefühle Ihrem Kind gegenüber; zeigen Sie ihm Ihre positiven Gefühle und zeigen Sie ihm, was Sie an ihm schätzen.

Aber grenzen Sie sich gegenüber dem Drogenkonsum klar ab und stellen Sie Regeln im Zusammenleben auf, auf deren Einhaltung Sie bestehen sollten.

Es gibt keinen Grund für Schuldgefühle. Egal welche Fehler oder Versäumnisse Sie sich vorwerfen, Ihr Kind hat sich allein für die Droge entschieden und kann sich nur allein dagegen entscheiden.

Gehen Sie die Probleme offen an, vertuschen Sie nichts.

Geben Sie keine finanzielle Unterstützung, solange Sie nicht sicher sind, dass sie nicht dem Drogenkonsum dient.

Lassen Sie Ihr Leben nicht vom Drogenkonsum Ihres Kindes dominieren; führen Sie Ihr eigenes Leben und tun Sie viel Gutes für sich selbst.

Geben Sie Unterstützung für alles, was von den Drogen wegführt. Sie können viel für Ihr Kind tun, aber ihm nicht alles abnehmen.

Dazu ist es meistens notwendig, dass Sie sich, und gegebenenfalls die gesamte Familie, Hilfe holen. Diese finden Sie in Beratungsstellen und Elterngruppen, die sich speziell mit diesen Problemen auskennen.

Für den Ausstieg ist oft auch eine stationäre oder ambulante Therapie notwendig, die über die psychosozialen Beratungsstellen oder auch Jugendämter eingeleitet werden.

Die Voraussetzungen dazu können Sie über das örtliche Beratungsnetz in Erfahrung bringen.

 

 

 
 
 
Aktuelles  
 


Fragen und Antworten zur Grippeschutzimpfung 2010


 



11.06.2010

Drogenkonsum hat Folgen für den Alltag

Tierstudien und Untersuchungen am Menschen weisen darauf hin, dass der Konsum von Ecstasy Schäden im Gehirn verursacht. Ob und wie sich die festgestellten neurotoxischen Schäden auf den Alltag der Betroffenen auswirken, war bislang aber noch nicht gänzlich geklärt. Eine britische Studie konnte nun durch ein Laborexperiment nachweisen, dass Drogenkonsumentinnen und -konsumenten mit Ecstasyerfahrung bei alltäglichen Gedächtnisaufgaben tatsächlich schlechter abschneiden als Personen ohne Ecstasyerfahrung.... [ganze Meldung lesen]



Eine Übersicht über das aktuelle Medienangebot zur Suchtprävention der BZgA
Möglichkeit der Online-Bestellung.

Studie belegt schlechteres Alltagsgedächtnis durch Cannabiskonsum

Unser Gedächtnis ist nicht nur Aufbewahrungsort für Erinnerungen, wir benötigen es auch, um uns Dinge zu merken, die wir in der Zukunft erledigen wollen. Die Wissenschaft spricht dann vom prospektiven Gedächtnis. Etwas bestimmtes Einkaufen, jemanden anrufen oder zu einer Verabredung erscheinen, es sind die alltäglichen Dinge, die das prospektive Erinnern ausmachen. Dies scheint Cannabiskonsumierenden jedoch schlechter zu gelingen als abstinenten Personen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.... [ganze Meldung lesen]


 
Drogen im Gehirn  
 

 
 
 
Cannabis ist neben Alkohol und Zigaretten das am weitesten verbreitete Rauschmittel und gilt als "Einstiegsdroge". Der Konsum soll bei Jugendlichen gesunken, bei Erwachsenen dagegen gestiegen sein.