Unter Abhängigkeitserkrankungen versteht man, wie im Vorfeld schon erwähnt, die körperliche und psychische Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen und von unkontrollierbaren Impulsen. Man unterscheidet zwischen Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit von legalen (Nikotin, Alkohol) und illegalen (Cannabis, Medikamente, Kokain usw.) Substanzen, wobei die Übergänge zwischen den Stadien oft fließend sind. Nach einer stationären Entgiftung oder bei leichteren Formen der Abhängigkeit stellt eine ambulante oder tagesklinische Behandlung oftmals einen wichtigen Therapieschritt dar. Hier können auch die vielfältigen Ursachen und Risikofaktoren sowie die begleitenden psychischen Beschwerden bearbeitet werden.Körperlicher Entzug des Suchtmittels (Entgiftung)
psychotherapeutische Behandlung (Langzeitentwöhnung) in einer Fachklinik (Psychosomatische Klinik)
Mitbehandlung der Angehörigen/Bezugspersonen
Mitarbeit in Selbsthilfegruppen (zumindest für einige Jahre unabdingbar) z.B. Selbsthilfegruppe"keinkonsum",Anonyme Alkoholiker,
Das oberste Behandlungsziel ist der dauerhafte Verzicht auf die abhängigkeitserzeugende Mittel. Dazu sollten in der psychotherapeutischen Behandlung die Persönlichkeitsdefizite entweder durch „Nachreifung" verringert oder ein anderer Umgang damit erlernt werden. Nur dann ist der Patient in der Lage, auf das Mittel, von dem er abhängig ist, zu verzichten, da er z.B. zu seinen Defiziten stehen kann.
Die Behandlung von Abhängigkeiten hat sich zu einem Spezialgebiet der Medizin entwickelt, das heute zunehmend auch auf Erkenntnissen der Neurobiologie aufbaut und ein ganzes Spektrum an therapeutischen Verfahren anbieten kann.
Es kann zu einer Abhängigkeitsverlagerung kommen.
Eine erfolgreiche Therapie
bietet einen neuen, überlagernden Lernprozess
überwindet die Entzugserscheinungen (umstritten bei Methadon-Therapie)
hilft das eigene Verhalten zu kontrollieren und so einen Rückfall zu vermeiden
ist lösungsorientiert (neues Umfeld, neues Kontakt- und Sozialverhalten)
Tierstudien und Untersuchungen am Menschen weisen darauf hin, dass der Konsum von Ecstasy Schäden im Gehirn verursacht. Ob und wie sich die festgestellten neurotoxischen Schäden auf den Alltag der Betroffenen auswirken, war bislang aber noch nicht gänzlich geklärt. Eine britische Studie konnte nun durch ein Laborexperiment nachweisen, dass Drogenkonsumentinnen und -konsumenten mit Ecstasyerfahrung bei alltäglichen Gedächtnisaufgaben tatsächlich schlechter abschneiden als Personen ohne Ecstasyerfahrung.... [ganze Meldung lesen]
Studie belegt schlechteres Alltagsgedächtnis durch Cannabiskonsum
Unser Gedächtnis ist nicht nur Aufbewahrungsort für Erinnerungen, wir benötigen es auch, um uns Dinge zu merken, die wir in der Zukunft erledigen wollen. Die Wissenschaft spricht dann vom prospektiven Gedächtnis. Etwas bestimmtes Einkaufen, jemanden anrufen oder zu einer Verabredung erscheinen, es sind die alltäglichen Dinge, die das prospektive Erinnern ausmachen. Dies scheint Cannabiskonsumierenden jedoch schlechter zu gelingen als abstinenten Personen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.... [ganze Meldung lesen]
Drogen im Gehirn
Cannabis ist neben Alkohol und Zigaretten das am weitesten verbreitete Rauschmittel und gilt als "Einstiegsdroge". Der Konsum soll bei Jugendlichen gesunken, bei Erwachsenen dagegen gestiegen sein.