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Name
Patrick Möller

Alter
36

Wohnort
mülheim

Statement
Es geht uns Alle an!! Deswegen mache ich auch mit dieser HP auf dieses Thema aufmerksam. Zumal es im Suchtbereich auch viele Infizierte Menschen gibt.

www.welt-aids-tag.de



Drogen
und Suchtbericht
Mai 2015



Aktuelle News

Aktuelle NEWS



Drogen- und Suchtbericht www.drogenbeauftragte.de. Juni 2016

 



+++ Topthema +++

Ist Kiffen total normal? (Februar 2017)

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge - sagt die Forschung. Aber was genau bedeutet das? Greift womöglich eine Mehrheit zum Joint? Tatsächlich liegen die meisten jungen Menschen weit daneben, wenn sie den Cannabiskonsum Gleichaltriger einschätzen sollen. Fehleinschätzungen haben allerdings Auswirkungen auf den eigenen Konsum. [mehr dazu im aktuellen Topthema]


+++ News +++

Jugendliche reagieren anders auf Cannabis als Erwachsene (27.01.2017)

Das hat es noch nicht gegeben. Bislang wurde die Wirkung von Cannabis entweder an Erwachsenen getestet oder an Tieren. Ein Forschungsteam aus England hat erstmals an Jugendlichen überprüft, wie sie auf die akute Wirkung von Cannabis reagieren.... [ganze Meldung lesen]
 

Massenvergiftung durch synthetisches Cannabinoid (20.01.2017)

Es geschah am 12. Juli in New York im Stadtteil Brooklyn. 33 Männer torkelten hilflos auf offener Straße. Sie bewegten sich wie in Trance, mit starrem Blick. Hin und wieder stöhnte einer von ihnen. Ein schockierter Passant sprach von „Zombie“-artigem Verhalten. Wie sich später herausstellte war ein synthetisches Cannabinoid verantwortlich.... [ganze Meldung lesen]
 

Cannabiskonsumierende haben schlechtere Hochschulabschlüsse (13.01.2017)

Wie verträgt sich das Kiffen mit dem Studium? Laut einer Studie aus den USA eher nicht so gut. ... [ganze Meldung lesen]
 

Bis zu 8-fach erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Rauchen (06.01.2017)

Raucherinnen und Raucher sterben früher. Das ist bekannt. Neben Krebserkrankungen gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache. Eine aktuelle Studie hat nun herausgefunden, dass sich vor allem Erwachsene unter 50 Jahren einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt aussetzen, wenn sie rauchen. ... [ganze Meldung lesen]

Newsletter für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte / Februar 2017

Thema: Medien und Medienkompetenz

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Inhalt:

- Werkstattbuch Medienerziehung

- "Gut hinsehen und zuhören" - Aktualisierte Neuauflagen

- Gesund und munter: Kinder und ihre Medien

- BZgA auf der Leipziger Buchmesse 2017


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Sehr geehrte Damen und Herren,

gibt es in Ihrer Familie, im Freundeskreis oder auf Elternabenden auch immer wieder Diskussionen über den "richtigen" und "angemessenen" Umgang von Kindern und Jugendlichen mit neuen Medien? Passend dazu möchte ich Sie über Veröffentlichungen des Schulreferats der BZgA informieren, die Ihnen als Fachkräften und auch Eltern Hilfestellung geben können, wie sich Mediennutzung in Familien, mit Kinder und Jugendlichen, sinnvoll gestalten lässt.

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Ganz neu erschienen ist der Reader "Werkstattbuch Medienerziehung - Zusammenarbeit mit Eltern - in Theorie und Praxis [ http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/nach-themen/?idx=2762 ]". Im Rahmen einer Fachtagung haben zahlreiche Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medienpädagogik und Bildungsarbeit darüber diskutiert, wie eine gelingende Elternarbeit  im Kontext der Medienerziehung gestaltet werden kann. Auf der Grundlage dieser Veranstaltung versammelt der  Reader nun interessante Beiträge aus  Theorie und Praxis, die vielfältige Erfahrungen aufzeigen, oftmals zum Nachdenken anregen und vor allem viele Tipps für die praktische Arbeit mit Eltern geben.

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Aktualisiert wurden die beiden Ratgeber "Gut hinsehen und zuhören! - Ratgeber für pädagogische Fachkräfte [ http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/nach-themen/?idx=1719 ]" und "Gut hinsehen und zuhören! - Ratgeber für Eltern [ http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/gut-hinsehen-und-zuhoeren-ratgeber-fuer-eltern/ ]". Beide Broschüren unterstützen sehr praxisorientiert die medienpädagogische Arbeit. Den Ratgeber für die Eltern können Sie auch gerne in größerer Stückzahl bestellen und beispielsweise auf einem Elternabend einsetzen.

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In der Grundschulreihe "gesund und munter" sind inzwischen insgesamt drei Hefte zu "Kinder und ihre Medien" erschienen. Hier finden Sie abwechslungsreiche Handlungsanregungen für den Unterricht in den Klassen 1-4.
Heft 25 legt dabei seinen Schwerpunkt auf die Förderung der kindlichen Selbstkompetenz. Heft 27 regt die Kinder an, sich sachlich mit Medienangeboten wie Computerspielen und Radio auseinander zu setzen. In Heft 28 geht es vor allem darum, dass Kinder sich spielerisch und produktiv mit den Symbolsystemen Bild, Bewegtbild und Ton beschäftigen.

Heft 25: Kinder und ihre Medien [ http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/unterrichtsmaterialien/gesund-und-munter/heft-25-kinder-und-ihre-medien/ ]

Heft 27: Kinder und ihre Medien (2) [ http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/unterrichtsmaterialien/gesund-und-munter/heft-27-kinder-und-ihre-medien-2/ ]

Heft 28: Kinder und ihre Medien (3) [ http://www.bzga.de/infomaterialien/?sid=138&idx=2710 ]

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Erlauben Sie mir nachfolgend noch einen Veranstaltungshinweis: Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vom 23.-26.03.17 wird die BZgA wieder ihre Arbeitshilfen für Lehrkräfte zur Unterrichtsgestaltung in den Klassen 1 bis 13 präsentieren. Sie beteiligt sich damit zum zehnten Mal am Gemeinschaftsstand "Bildung" in Halle 2, der auch in diesem Jahr vom Verband Bildungsmedien e.V. ausgerichtet wird. Zu den vorgenannten Veröffentlichungen wird es zudem am 24.3.2017 von 15.30 - 16.00 Uhr den Fachvortrag "Medienbildung in Elternhaus, Kita und Grundschule" geben.

Vielleicht können Sie das ein oder andere Material in Ihrer Arbeit nutzen. Ich freue mich immer auch über Rückmeldungen zum Einsatz an schule@bzga.de.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Frühling!

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Dr. Eveline Maslon
Leiterin des Referates
Gesundheitserziehung in Schulen


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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
50819 Köln
Telefon: 0221 8992-0
Fax: 0221 8992-257
E-Mail: eveline.maslon@bzga.de
Internet: http://www.bzga.de

dgs-info, Ausgabe 103, Februar 2016

Internetgestützter Rundbrief der DGS - Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin,
erscheint am 15.02.2016

Online zu lesen unter:

http://www.dgsuchtmedizin.de/newsletter/fruehere-ausgaben/dgs-info-ausgabe-103-februar-2016/

Liebe Leserinnen und Leser,

Auch 2016 werden die alten Herausforderungen im Mittelpunkt unserer Bemühungen  stehen:    

  • Die dringend überfällige Änderung des BtmG (s. auch Beitrag von Hans-Günter Meyer-  Thompson auf der NaSuKo 12/2015)
  • Die Debatte um die Cannabislegalisierung
  • Für und Wider E-Zigarette
  • Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung der Substitution
  • Die Implementierung der Alkohol- und Tabakabhängigkeit in die suchtmedizinische Agenda
  • Die Herausforderungen durch die neuen psychoaktiven Substanzen (NPS)

und vieles mehr…

 

Viel Spaß beim Lesen,
die Redaktion







dgs-info, Extraausgabe vom 3.4.2017: BtmVV Novelle verabschiedet

Internetgestützter Rundbrief der DGS - Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin,
erscheint am 03.04.2017

Online zu lesen unter:
http://www.dgsuchtmedizin.de/newsletter/fruehere-ausgaben/dgs-info-extraausgabe-vom-342017-btmvv-novelle-verabschiedet/




Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der Erfolg ist da: Novellierung der
Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtmVV) im Bundeskabinett
verabschiedet, der damit einhergehende Entwurf zur Veränderung der
Richtlinien zur Substitutionsbehandlung der Bundesärztekammer vorgelegt!

Es zahlt sich aus, dass sich die DGS, die Organisation der Suchtmediziner
in Deutschland, jahrelang zäh und fachlich kompetent um eine
Novellierung der BtmVV gekämpft und eingemischt hat! Das Wort der DGS
hat politisches Gewicht! 80% der langjährigen Forderungen der DGS sind
nun durch den Beschluss des Bundeskabinetts zur Novellierung der BtmVV
und durch die Veränderung der Bundesärztekammerrichtlinien erfüllt:

Der Beschluss des Bundeskabinetts zur Novellierung der BtmVV ist als
Zäsur anzusehen und bedeutet einen Paradigmenwechsel hin zu einer Abkehr
vom Abstinenzdogma! Dieses konnte nur durch die beharrliche und
langjährige fachlich fundierte Arbeit der DGS, auf die sich das
Bundeskabinett und Gesundheitsministerium letztendlich stützen, erreicht
werden. So gibt nun die Politik endlich der Forderung nach, dass die
Behandlung von Abhängigkeitserkrankten den wissenschaftlichen
evidenzbasierten Erkenntnissen und auch „den praktischen Erfahrungen“
folgen muss! Damit wird endlich anerkannt, dass die Verordnung von
Substitutionsmedikamenten die Methode der Wahl von
Opioidabhängigkeitserkrankten ist und auch Leben rettet. So heißt es in
der Präambel der Verordnung der Bundesregierung:

"Die ärztliche Behandlung mit Substitutionsmitteln von Patientinnen und
Patienten, ..... hat sich zu einer wissenschaftlich allgemein
anerkannten, evidenzbasierten Behandlungsmethode als Regelleistung
weiterentwickelt." ... Deshalb sollen mit der Verordnung die Vorgaben
des Substitutionsrechts in der BtmVV an Erkenntnisse des
wissenschaftlichen Fortschritts und an praktische Erfahrungen angepasst
werden."

Entscheidend ist jedoch, dass nun endlich die lange von Seiten der DGS
geforderte Trennung von medizinischer Behandlung und möglichen
strafrechtlichen Konsequenzen dadurch erfolgt, dass bislang die bisher
in der BtmVV geregelten Punkte nun in die Richtlinienkompetenz der
Bundesärztekammer überführt werden. Somit ist nun der entscheidende
Schritt getan, um zu einer Verbesserung und Erleichterung der Arbeit von
Suchtmedizinern zu gelangen und vor allem eine Entkriminalisierung der im
suchtmedizinischen Bereich tätigen Ärztinnen und Ärzte zu erreichen.
Die BtmVV und die Richtlinien der Bundesärztekammer sind somit als eine
Einheit zu sehen, die nicht voneinander zu trennen sind! Im Einzelnen
bringen die Novellierung der BtmVV bzw. die Veränderungen der
Bundesärztekammerrichtlinien zur Substitutionsbehandlung, die
ausdrücklich durch die DGS begrüßt werden, folgende konkrete
Verbesserungen für den behandelnden Arzt von Abhängigkeitserkrankten,
jedoch nur wenn in der weiteren Folge auch die Richtlinien des
Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Substitutionsgestützten
Behandlung Opiatabhängiger entsprechend verändert werden:

Das Abstinenzparadigma wird insoweit relativiert, als dass zwar weiterhin
eine Opiodabstinenz als leitendes Element der Substitutionstherapie
beschrieben ist, aber nur noch von einem Anstreben dieses Ziels die Rede
ist. Das zu erreichende Hauptziel besteht jetzt in der Erreichung einer
Abstinenz von dem Konsum von illegal erworbenen Opioiden, also nicht
mehr in einer gänzliche Abstinenz auch von verordneten Opioiden. Dieses
bedeutet eine Anpassung an die Realität und bedeutet im Kern auch eine
Abkehr vom Abstinenzparadigma in seiner Ausschließlichkeit. Der
behandelnde Arzt muss sich zukünftig nicht mehr dafür rechtfertigen und
befürchten strafrechtlich belangt zu werden, wenn er über längere Zeit
weiterhin das Substitutionsmedikament verschreibt und dem Vorwurf
ausgesetzt wird, es noch immer nicht geschafft zu haben den Patienten in
die vollständige Abstinenz zu überführen.

Es besteht nun die Möglichkeit der Verschreibung des
Substitutionsmedikamentes auch für 30 Tage im Inland und nicht nur bei
Auslandsaufenthalten. Das retardierte Substitutionsmedikament Substitol
wird nun als gleichwertiges Substitutionsmedikament anerkannt und nicht
mehr in Frage gestellt:

„Zur Substitution dürfen nur die in § 2 BtMVV genannten
Substitutionsmittel eingesetzt werden. Diese haben unterschiedliche
Wirkungs- und Nebenwirkungsprofile, die zu beachten und unter
Berücksichtigung der individuellen Patientensituation in ein umfassendes
Therapiekonzept einzupassen sind. Bei gleichwertigen Substitutionsmitteln
soll die Patientenpräferenz Berücksichtigung finden, da hierdurch die
Behandlungsadhärenz verbessert werden kann.“

Es wird die Möglichkeit der Ausgabe des Substitutionsmedikaments auch in
Alters-/Pflegeheimen durch Fachpersonal oder auch durch einen
Fachpflegedienst geschaffen, allerdings nur dann, wenn eine entsprechende
Vereinbarung geschlossenen wurde und eine fachliche Einweisung des
Personals durch den substituierenden Arzt/Ärztin erfolgte:

"Der substituierende Arzt, der in der Einrichtung nicht selber tätig
ist, hat mit der jeweiligen Einrichtung eine Vereinbarung zu treffen. In
dieser muss mindestens eine in der Einrichtung für die Substitution
verantwortliche Person benannt werden. Darüber hinaus muss in der
Vereinbarung auch festgelegt werden, wie vom substituierenden Arzt
sichergestellt wird, dass das für das Überlassen des
Substitutionsmittels zum unmittelbaren Verbrauch eingesetzte Personal
fachlich eingewiesen wird und wie erforderliche Kontrollen durch den
substituierenden Arzt durchgeführt werden."

Es wird die Aushändigung des Betäubungsmittelrezeptes unmittelbar an
den Patienten in der Praxis ermöglicht. Es wird die Möglichkeit der
Substitution von an synthetischen Opioden/Schmerzmitteln abhängigen
Patienten geschaffen. Die Entscheidung darüber, ob eine Psychosoziale
Betreuung (PSB) zu erfolgen hat bzw. ob diese überhaupt sinnvoll ist,
ist nach den vorgelegten Richtlinien der Bundesärztekammer nun in das
Ermessen des behandelnden substituierenden Arztes gestellt. Damit wird
die bürokratische Hürde der Vorlage einer entsprechenden
PSB-Bescheinigung zukünftig entfallen. Bisher musste sich behandelnde
Arzt unter der Androhung, dass er sonst seine suchtmedizinische
Behandlung nicht bezahlt bekomme, darum kümmern. Weiterhin sollte der
substituierte Patient sinnvollerweise auf die ggf. vorhandene
Notwendigkeit einer Psychosozialen Betreuung hingewiesen werden:

„. Eine psychosoziale Betreuung soll dem Patienten regelhaft empfohlen
werden“.
„Auswahl, Art und Umfang der Maßnahmen richten sich nach der
individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf des Patienten.“
„Psychosoziale Betreuung sowie weitere ärztliche und
psychotherapeutische Behandlungen sollen vom substituierenden Arzt
koordiniert werden“.

Es wird deutlich gemacht, dass unter allen Umständen alle Möglichkeiten
ausgeschöpft werden, den Patienten in der Substitution zu halten. So
heißt es in den Richtlinien der Bundesärztekammer:

„Bevor eine Behandlung gegen den Willen des Patienten beendet wird,
sollten andere Interventionsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sein.
Hierzu gehören insbesondere Optimierungen des Therapiekonzeptes, z. B.
durch Dosisanpassungen oder Einbezug einer psychosozialen Betreuung,
sowie Versuche eines Wechsels des Patienten in ein anderes ambulantes
oder stationäres Therapieangebot.“
Weiterhin strafbar bleibt die Mitgabe von Substitutionsmedikamenten aus
der Praxis heraus!

Der vorgelegte Entwurf der Bundesärztekammer zur Veränderung der
Richtlinien zur Substitutionsbehandlung, basierend auf der Veränderung
der BtmVV unter Mitwirkung der DGS, ist ebenfalls als ein großer Schritt
in die richtige Richtung zu werten, wobei zu berücksichtigen ist, dass
sich die Richtlinien der Bundesärztekammer an die Vorgaben der BtmVV zu
halten haben. Die DGS fordert nun, dass jetzt der 2. Schritt erfolgen
muss, nämlich die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesaussschusses zur
vertragsärztlichen Versorgung zur Behandlung von Opiatabhängigen (GBA)
auf der Grundlage der Veränderungen der BtmVV und der Richtlinien der
Bundesärztekammer möglichst schnell zu verändern, ansonsten wird sich
für den suchtmedizinisch tätigen Arzt nichts verändern!

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der
gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten,
Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von
Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche
Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist eine juristische Person des
öffentlichen Rechts und wird von den vier großen Spitzenorganisationen
der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen gebildet: der
Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der
Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem GKV-Spitzenverband. Neben
diesen vier Trägerorganisationen sind Patientenvertreterinnen und
Patientenvertreter antrags- jedoch nicht stimmberechtigt an allen
Beratungen beteiligt. Das Beschlussgremium des Gemeinsamen
Bundesausschusses (Plenum) besteht entsprechend den Vorgaben des Fünften
Sozialgesetzbuches (SGB V) aus 13 Mitgliedern:

ein unparteiischer Vorsitzender sowie zwei weitere unparteiische
Mitglieder (Unparteiische) fünf vom GKV-Spitzenverband benannte
Mitglieder zwei von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) benannte
Mitglieder zwei von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
benannte Mitglieder ein von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung
(KZBV) benanntes Mitglied

Der G-BA steht unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für
Gesundheit (BMG).

Die DGS versteht sich als Interessensvertretungsorganisation der
Suchtmediziner, von daher muss nun rasch eine Veränderung zum Nutzen der
substituierenden Ärztinnen und Ärzte erfolgen, die ihre Arbeit spürbar
verbessert und damit auch zur Gewinnung von mehr Suchtmedizinern bzw.
substituierender Ärztinnen und Ärzte führen muss, die durch die bisher
gültige Gesetzeslage und deren bürokratische Richtlinien und die
Gefahr einer Kriminalisierung abgeschreckt wurden und werden. Vor allem
die Angst vor Kriminalisierung spielt dabei eine ganz entscheidende
Rolle.

In manchen Regionen Deutschlands gibt es gar keine substituierenden Ärzte
mehr! Des Weiteren erweist es sich als ausgesprochen schwierig,
Nachfolger für eine Substitutionspraxis zu finden, eine Überalterung
der Ärzteschaft in diesem Bereich besteht. Auch deshalb müssen die
Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss ( GBA ) nun schnellstmöglich
an die Vorgaben der Novellierung der BtmVV und insbesondere der
Richtlinien der Bundesärztekammer angepasst werden. Die substituierenden
Ärzte sind in ihrer Tätigkeit an die Vorgaben der GBA gebunden. Derzeit
werden die substituierenden Ärzte durch die ausgesprochen restriktiven
Vorgaben des GBA, in ihrer fachärztlichen suchtmedizinischen Tätigkeit
behindert!
Die DGS wird sich in einem Schreiben an den GBA wenden und diesen
auffordern die Veränderungen der BtmVV und der
Bundesärztekammerrichtlinien vollständig zügig zu übernehmen, also
das Recht an die Wissenschaft anzupassen und den evidenzbasierten
Erkenntnissen und den langjährigen praktischen Erfahrungen in der
Suchtmedizin Rechnung zu tragen.
Die DGS fordert deshalb auch alle Kassenärztlichen Vereinigungen auf,
über die bestehenden Qualitätssicherungskommissionen über diese
weitreichenden Veränderungen zu diskutieren und entsprechende Anträge
an den GBA zu stellen, schnellstmöglich die GBA Richtlinien an die
novellierte BtmVV und die Richtlinien der Bundesärztekammer anzupassen
bzw. die dortigen Regelungen zu übernehmen. Die suchtmedizinischen
Arbeitskreise der Kassenärztlichen Vereinigungen bzw. der Ärztekammern
werden aufgefordert entsprechend zu diskutieren und Beschlüsse zu
fassen, die den GBA auffordern, die Veränderungen der BtmVV und der
Richtlinien der Bundesärztekammer zu übernehmen.
Damit dieses auch passiert, sollten sich alle DGS Mitglieder, die in
diesen Bereichen tätig sind, entsprechend einsetzen, damit der Druck auf
den GBA erhöht wird und die Veränderungen nun auch schnell allen
substituierenden Ärztinnen und Ärzte zugutekommen und unsere Arbeit
erleichtert wird!
Wir fordern alle Kolleginnen und Kollegen auf sich auch weiter
einzumischen und ihre suchtmedizinische Kompetenz weiter miteinzubringen!

Durch das unermüdliche Wirken der Deutschen Gesellschaft für
Suchtmedizin zusammen mit anderen Verbänden und weil auch der
Veränderungswille von Seiten der Politik – insbesondere in Bayern -
vorhanden war, ist es nun gelungen, zu einer Wende in der
Substitutionsbehandlung zu kommen und insbesondere das Abstinenzparadigma
in der Behandlung von Drogenkranken aufzuweichen! Ohne die Beharrlichkeit
der DGS und insbesondere ihres Mitgliedes Hans-Günter Meyer-Thomson als
früheres Vorstandsmitglied der DGS und als Mitgliedes des Beirates der
DGS wäre es sicher nicht zu diesen weitrechenden Beschlüssen gekommen.
Gerade die vielen Gespräche und die Gremienarbeit, um sich politisches
Gehör zu verschaffen, hat Erfolg gezeigt, auch wenn nicht alle
Forderungen der DGS erfüllt wurden. Wer sich nicht einmischt, hat schon
verloren. Deshalb jetzt Mitglied in der DGS werden! Die DGS ist die
Interessenvertretung der Suchtmediziner, ob Wissenschaftler oder
substituierender Arzt! Zum weiteren Werdegang:

Verabschiedung der BtmVV im Bundesrat, wo kein Widerstand zu erwarten ist.
Der gemeinsame Bundesausschuss ist vor der Verabschiedung der Richtlinien
der Bundesärztekammer zu hören. Die Stellungnahme des GBA ist in die
Richtlinien der Bundesärztekammer einzubeziehen!
Die Richtlinien der Bundesärztekammer müssen dem Gesundheitsministerium
zur Genehmigung vorgelegt werden!
Folgende weitere Maßnahmen werden vom Vorstand der DGS ergriffen:
- Presseerklärung anlässlich der Verabschiedung der BtmVV im
Bundesrat
- Erstellung einer Broschüre mit einer zusammenfassenden Darstellung
dessen, was sich
für die substituierenden Ärztinnen und Ärzte verändern wird, wenn
die BtmVV und die
Richtlinien der Bundesärztekammer endgültig verabschiedet bzw.
genehmigt sind.
- Treffen mit den Apothekerverbänden
- Info-Veranstaltungen auf den Kongressen in München und Berlin sowie
den
Suchttherapietagen in Hamburg mit dem Titel:
Was ändert sich durch die Novellierung der BtmVV und der Richtlinien
der
Bundesärztekammer konkret für den substituierenden Arzt/Ärztin???



Mit freundlichen Grüßen
Für den DGS Vorstand
Jochen Brack





Lesen Sie hier:

Substitutionsrecht 2017: Was findet sich von den Änderungsvorschlägen
der DGS von 2012 in der Dritten Verordnung zur Änderung der
Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (3.BtMVVAEndV) wieder?

http://www.dgsuchtmedizin.de/fileadmin/documents/dgs-info_extra_20170403/3.BtMVVAendV_-_DGS-Vorschlaege.pdf





 
 

Notrufnummern für Deutschland:
Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
Bundesweite Sucht- und Drogenhotline: 01805-313031
Polizei: 110
Vergiftungszentralen: Deutschland: 030/19240
Österreich: 01/406 43 43
Schweiz: 145

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